Zahlreiche Zeitungen berichten von der Situation der Geflüchteten, die auf der Suche nach Mietwohnungen sind: Flüchtlinge daheim: Freud und Leid von zwei Vermietern oder Wohnung an Flüchtlinge aus Syrien vermittelt. Ein anderes positives Beispiel aus Schwerte Schwerter geben Flüchtlingen ein Zuhause: So klappt Integration zeigt das positive humane Bild der Willkommen Kultur und ein anderer Bericht zeigt manche bittere Realität Flüchtlinge zwischen Straße und Bruchbude.

Aus meinen Erfahrungen im Ehrenamt und Begleitung von syrischen Geflüchteten in Eitorf erlebe ich, dass es nicht einfach ist, für Geflüchtete eine normale Wohnung zu finden. Diskriminierung bei der Wohnungssuche ist eine Realität und das ist wahrscheinlich so überall auf der Welt. Die Tageszeitung berichtet Wenn Vermieter nur noch abwimmeln , dass rein rechtlich diese Praxis ein Fall der Antidiskriminierungsstellen sein soll. Aus diesem juristischen Luxus können sich die Flüchtlinge sowieso kam Gebrauch machen. Die praktische Frage ist: was kann man machen?

Es ist sehr simpel und aus dem Kontext zusammengerissen zu behaupten, dass Vermieter Vorurteile haben und entsprechend reagieren und Flüchtlinge ablehnen. Vermieter haben Vorurteile gegen Alleinerziehende Mütter, Ausländer, alle, die einen nicht bio-deutschen Namen tragen, Muslime, Schwarze, Familien mit mehr als 2 Kindern, Arbeitslosen usw. Um ein Problem zu lösen, muss man leider annehmen und akzeptieren, dass es normal, dass Vermieter Vorurteile haben. Wir lassen die moralische Seite erst mal jetzt und schauen wir, wie man das Problem löst. Meine Empfehlung für alle, die Flüchtlingen bei der Wohnungssuche helfen möchten, sind:

  • Alle Dokumente kopieren und mitnehmen, z.B. Geburtsurkunde, Aufenthaltsstatus, Anschreiben der Arbeitsagentur wegen der Übernahme der Kosten usw.
  • Alle Fragen der Vermieter ernst nehmen und darauf antworten. Manche Vermieter möchten wissen, was die Flüchtlinge den ganzen Tag machen, welche Sendungen sie im Fernseher anschauen, arabische oder deutsche Sendungen, sind sie religiös oder eher weniger? Man muss leider zugestehen, dass manche Fragen sehr privat sind und auf starke Machtasymmetrien hindeuten.
  • Ehrenamtliche Helfer sollen den Flüchtlingen beim Vorstellungsgespräch bzw. Besichtigungstermin unterstützen. Am einfachsten: dabei sein und die Flüchtlinge nicht alleine lassen. Sprachliche Barrieren können die Vorurteile bestätigen und verstärken.
  • Flüchtlinge auf das Gespräch und den Besichtigungstermin stark vorbereiten: kleine Kinder sollen es vermeiden, zu toben und wild laufen. Frauen und Mädchen sollen ein bisschen selbstsicherer auftreten und Fragen an den Vermieter stellen usw. Das wichtigste: so viele Nebengespräche auf Arabisch vermeiden!

Alles Gute und Viel Erfolg beim Umsetzen!

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